Alte "Fluematte" 1992

 

Projekt                                               

Realisierung 

Fluematt heute


   Geschichte


                                                                                                                     

PROJEKT WG FLUEMATT

Alles  begann im Schweizerischen Paraplegikerzentrum Nottwil, als     4 Mitarbeitende 1993 die Idee zum Projekt entwickelten.

Die Initianten des Projekts WG Fluematt setzten sich zum Ziel, körperlich Schwerstbehinderten ein menschenwürdiges 
Dasein zu ermöglichen.

Viele jüngere, darunter auch dauerbeatmete Schwerstbehinderte wurden bislang in Spitälern, Alters -, oder Pflegeheimen platziert. Entsprechend hoch waren die Pflegekosten. Mit der WG Fluematt können die Pflegekosten vergleichsweise tief gehalten werden.

Die 1997 gegründete Stiftung „ zur Förderung der Lebensqualität Schwerstbehinderter, FLS“ setzte sich zum Ziel, ein menschenwürdiges Überleben der Betroffenen zu ermöglichen. Stifter waren:
- Albert Koechlin Stiftung AKS
- Gemeinde Dagmersellen
- Schweizerische Unfallversicherung SUVA
- Schweizer Paraplegiker Stiftung Basel

Auch die Eingliederung der schwerstbehinderten Menschen in die Gesellschaft ist Teil des Projekts. 

 

REALISIERUNG DER WG FLUEMATT

Auf der Suche nach geeigneten Räumlichkeiten stiess die Stiftung FLS auf das, seit 1992 grösstenteils leerstehende Gebäude der Alten 
< Fluematte >, ehemaliges Alters- und Pflegeheim von Dagmersellen. 

Im Jahre 1971 war dieses Gebäude an die Stelle des  130 Jahre alten Bürgerheims, namens Stermel getreten.

Dagmersellen liegt im Herzen der Schweiz und ist mit einem Autobahnanschluss erschlossen. Die WG Fluematt befindet sich mitten in einer schönen, ruhigen und ländlichen Umgebung. Dagmersellen und das Nachbardorf Reiden können mit elektrischen Rollstühlen problemlos erreicht werden. Günstig ist auch die Nähe zum Schweizer Paraplegiker Zentrum Nottwil.

Den Weg geebnet hat die Albert Koechlin Stiftung AKS. Sie übernahm einen grossen Teil der Umbaukosten und kam für die Spezialeinrichtungen auf. 

Ganze 6 Jahre dauerte es, bis das Projekt realisiert werden konnte.

Baubiologisch unbedenkliche Materialien, Holzschnitzelheizung sowie Solarzellen für die Warmwasseraufbereitung tragen ökologischen Belangen Rechnung. 

 

DIE WG FLUEMATT HEUTE

Eröffnet wurde die WG am 01. April 2000 mit 5 Bewohnern und neun Betreuenden.

Das Angebot der WG umfasst 18 1 1/2 Studios mit eigener
Nasszelle sowie eine grosse 31/2 Zimmer-Wohnung.

Die Studios werden an körperlich z.T. Schwerstbehinderte wie etwa Tetraplegiker, MS-Patienten, Locked-ins oder Paraplegiker vermietet. Die Studios dienen als neues zu Hause oder aber als Übergangslösung. 

Ein bis zwei Studios können für Kurzaufenthalte (Ferien oder Entlastung Angehörige) gemietet werden. Die Wohnung besitzt ebenfalls den hohen technischen Standard analog den Studios. Selbstverständlich gibt es auch öffentliche Räume (Meditationsraum, Wohnzimmer mit Hifi-Anlage und Beamer, Atelier, Computerraum), welche allen Bewohnern zugänglich sind  und ein öffentliches Cafe mit malerischer Terrasse, Spielplatz und Biotop. Auch 3 Fahrzeuge gehören zur WG Fluematt.

Autorin: Liliane Wyss

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Blick in ein Zimmer der "Alten Fluematte " 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die WG Fluematt  nach dem Umbau und der Renovation.